Essen

Wir essen wie die ersten Menschen …

Zu dick, zu unkritisch und irgendwie von gestern

Obwohl es nie so viele umfangreiche Möglichkeiten gab wie heute, sich über eine gesunde Ernährung zu informieren, beklagen immer mehr Ärzte, dass die Menschen in unserem Land immer dicker werden und so ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Es geht dabei nicht um drei oder vier Kilo mehr, als das BMI vorschlägt. Nein, diese Menge ist absolut nicht gesundheitsschädlich. Letztlich ist es sogar ganz normal, dass das Gewicht im Laufe eines Jahres zwischen rund drei bis fünf Kilo schwankt.
Unser Körper verlangt in den verschiedenen Jahreszeiten nach unterschiedlicher Nahrung. Das ist genetisch festgeschrieben. So ist es ganz normal, dass wir im Winter ein paar Kilo mehr auf den Hüften tragen als im Sommer. Der genetische Plan sieht dies vor, weil es vor Urzeiten überlebenswichtig war, um den Winter mit karger Nahrung zu überstehen.
Für manche einen mag diese Erklärung eine willkommene Ausrede sein, um sich über seine Pfunde hinwegzutrösten. Solange diese im Frühjahr wieder purzeln, ist auch alles im grünen Bereich. Nur sollten sie das auch wirklich tun und nicht Jahr um Jahr üppiger werden.

Niemand zwingt uns, alles zu essen, was andere uns verkaufen wollen

Wir sind diesem genetischen Programm nicht hilflos ausgeliefert. Denn wir besitzen etwas, das es ausschalten kann: Unseren gesunden Menschenverstand! Mit seiner Hilfe und etwas Disziplin kann man diese mittlerweile veraltete Software der Natur, die uns noch immer innewohnt, durchaus austricksen.
Mal ehrlich, wann mussten sie in Ihrem Leben eine echte Hungerzeit überstehen? Spätestens nach Währungsreform und dem Wirtschaftswunder Deutschland, hat es so etwas bei uns nicht mehr gegeben. Nahrung ist ganzjährig im Übermaß vorhanden. Jeder Haushalt besitzt einen Kühlschrank, einen Gefrierschrank und ganz sicher einen mehr oder weniger großen Vorratsraum mit haltbaren Nahrungsmitteln. Keine Hungerzeit in Sicht.
Lassen wir uns doch also nicht von einem überholten Programm vorschreiben, was wir tun sollen, obwohl wir es besser wissen! Machen wir uns klar, dass wir unser Essverhalten selbst bestimmen können. Weder zwingt uns jemand, mehr Nahrung aufzunehmen als wir verbrauchen, noch sind wir unseren Gelüsten willenlos ausgeliefert.

Hunger ist nicht gleich Hunger

Natürlich, essen macht Spaß, es ist ein Vergnügen. Und genau deshalb ist es viel mehr als reine Aufnahme von Energie. Stellen Sie sich jedes Mal, bevor sie essen wollen die Frage: „Habe ich wirklich Hunger? Wenn dem so ist, dann überlegen Sie genau, worauf Ihnen der Sinn steht und machen Sie sich klar, dass ihr Magen von Natur aus genau so viel Masse aufnehmen kann, wie in Ihre Hand passt. Menschen die nicht übergewichtig sind, fühlen sich nach dem Genuss eines Brötchens, absolut satt. Nur ein überdehnter Magen, nimmt freiwillig mehr auf, bis die Sensoren die die Füllung anzeigen, anspringen. Das schöne ist: Ein überdehnter Magen kann in wenigen Tagen seine normale Größe wieder erreichen, wenn man aufhört ihn ständig bis oben hin zu füllen. Der Magen ist ein dehnbarer Muskel, der sich in kürzester Zeit wieder auf seine ursprüngliche Größe zusammenziehen kann. Es muss also niemand wochenlang hungern. Der Körper stellt sich um, wenn man beginnt, ihm weniger Masse zuzuführen. Und er stellt sich ebenfalls um, wenn man zeitgleich beginnt, ihm leicht verdauliche Speisen anzubieten, mit denen er leichter fertig wird.

Wählen Sie aus, was in Ihren Körper hinein darf. Sie ziehen ja auch nicht alles an, was gerade herumliegt.

Überlegen Sie also vorher genau, was Sie essen möchten und entscheiden Sie sich für eine einzige Sache. Nicht für drei Scheiben Brot, auf der jeweils eine andere Sorte ihrer Lieblingsauflage liegt. Entscheiden Sie sich für eine einzig Sorte und essen sie die andere Sorte erst am nächsten Tag. Schauen Sie auch auf Ihren Mittagsteller. Muss das Stück Fleisch wirklich so groß sein? Oder würde die Hälfte auch genügen? Verzichten Sie nicht auf Dinge die Ihnen schmecken, aber ersetzen Sie überflüssige Energiespender zur Hälfte durch Gemüse, Salate und Obst. Das allein wird schon eine Gewichtsreduzierung nach sich ziehen, ihren Stoffwechsel entlasten und sie werden sich besser fühlen.



Ein Schokoriegel schmeckt besser als eine ganze Tafel Schokolade

Es steht die lange Winterzeit bevor in der man mehr zu Hause sitzt, öfter Mal gedankenlos zu Keksen und Schokolade greift. Greifen Sie nur noch halb so oft zu und stellen Sie hübsch zurechtgeschnittenes rohes Gemüse auf den Tisch, oder Obststücke. Sagen Sie nicht: „Das ist doch kein Ersatz für meine Schokolade oder Chips und Flips.“ Nein, ist es auch nicht, denn Chips und Flips brauchen keinen Ersatz, sie gehören schlicht zu den Dickmachern No. 1. Ebenso wie Colagetränke und Alkohol. Wie wäre es, wenn Sie sich einfach am Abend eine schöne Kanne Tee aufgießen und ihn stattdessen genießen? Und statt der Keksdose auf dem Tisch nur zwei Kekse nehmen? Einfach einmal ausprobieren, für eine Woche und dann schauen, was sich verändert hat. Ich bin mir sicher, dass Sie sich besser fühlen. Und mit dieser Erfahrung kann man ganz entspannt in die kommende kalorienreiche Zeit gehen. Denn man muss ja nicht alles essen, was angeboten wird, um den Winter zu überleben. Wir sind in der glücklichen Lage selbstbestimmt auswählen zu dürfen und das gesündere Programm für uns zu leben. Die Mehrheit der Menschheit ist davon weit entfernt.




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Autor: admin

2 Kommentare

  1. Das ist alles sehr schön beschrieben,ich hatte damals Tafel weise Schokolade gegessen,ich hatte das Gefühl ich war süchtig danach,das stimmt ein riegel ist besser als eine ganze Tafel,das habe ich mir ab gewöhnt,statt dessen viel Obst,

  2. Ich denke, es ist ja nichts gegen einen Schokoriegel oder ein bisschen Schokolade einzuwenden, wenn man nicht täglich nascht. Vielmehr sollte man sich solche Leckereien einteilen. Natürlich ist viel Obst und Gemüse immer gut, aber es gibt kaum Menschen, die ganz auf Süßigkeiten verzichten oder verzichten wollen. Ich denke wirklich, die Menge macht es aus! Ich esse z.b. auch nicht jeden Tag eine Tafel Schokolade, sondern hin und wieder mal eine kleine Ecke. Das bringt schon was!

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