Magen-Darm-Infektion vermeiden

„Magen-Darm-geht rum“ hört man mindestens einmal jährlich.

Es gibt wohl keinen Menschen auf der Welt, den sie noch nicht mindestens einmal erwischt hat: Die Magen-Darm-Grippe mit all ihren gefürchteten Begleiterscheinungen. Oft kommt sie wie aus dem Nichts „angeflogen“. Ging es einem vor einer Stunde noch gut, gerät (scheinbar) ganz plötzlich die Gegenwehr des Körpers in Wallung, der Kreislauf spielt verrückt, Schweißausbrüche und elende Übelkeit übernehmen das Zepter. Erbrechen und Durchfall in unterschiedlicher Stärke ist das Markenzeichen dieser Krankheit.

Ausgelöst wird die Magen-Darm-Infektion u.a. durch Bakteriengifte in der Nahrung.

In dem Fall trifft es in der Regel die Personen, die die verunreinigte Nahrung gegessen oder zubereitet haben. Die Ursache ist meistens schnell ausgemacht. Handelt es sich dabei nicht um eine gefährliche Salmonelleninfektion, dann kommen keine Medikamente zum Einsatz. Einzig wichtig ist Ruhe, fasten und das Kunststück vollbringen, möglichst viel Flüssigkeit (versetzt mit etwas Zucker und Salz) aufzunehmen. Je heftiger das Erbrechen ist, desto schwieriger ist es zu trinken, da alles, was aufgenommen wird, sofort einen neuen Brechreiz auslöst. Es ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass Flüssigkeit in den Körper gelangt. Gelingt dies oral nicht, muss ein Arzt gerufen werden, der unter Umständen eine Infusion legt und so den Körper von außen über eine Vene mit Flüssigkeit versorgt. In den meisten Fällen, kommen geschwächte Patienten danach schnell wieder zu Kräften, sobald der Flüssigkeitshaushalt wieder stimmt. Kinder und ältere Menschen trocknen sehr schnell aus, in Extremfällen kann dies innerhalb von wenigen Stunden geschehen. Verwirrtheit und Ohnmacht sind immer ein alarmierendes Zeichen um den Notarzt zu rufen!

Die Magen-Darm-Infektion dauert in der Regel 1-3 Tage, danach sollten die heftigen Symptome vorbei sein. Ist eine Besserung nach dem zweiten Tag nicht spürbar, sollte ebenfalls ein Arzt eingeschaltet werden. Er kann klären, ob es sich tatsächlich um eine Nahrungsmittelvergiftung durch Bakteriengifte oder um einen ansteckenden Virus handelt. In dem Fall wird er entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Vermehrung der Viren zu stoppen.



Magen-Darm-Infektionen durch Viren

Sie verlaufen oft saisonal in den Sommer- oder Wintermonaten und sind hochinfektiös. Es ist kaum möglich, sich vor einer Ansteckung zu schützen, weil die Viren quasi überall sein können. Ist eine solche Epidemie bekannt, kann man versuchen sich zu schützen, indem man Handschuhe trägt, sobald man in die Öffentlichkeit geht, und sich nach jedem Kontakt außer Haus, die Hände gründlich wäscht. Geld und Griffe von Einkaufswagen sind beispielsweise regelrechte „Umschlagplätze“ wo Viren nur darauf warten, vom nächsten Opfer aufgenommen zu werden.

Noch schwieriger ist es, sich zu schützen, wenn man Kinder im Kindergarten oder in der Schule hat. Bekanntlich sind das die Orte, von wo aus Viren und Erreger sich am schnellsten verbreiten und in die Familien geschleppt werden. Auch hier kann man nur zur Vorsicht mahnen, was Kinder allerdings oft nicht wirklich ernst nehmen.

Magen-Darm-Infektion vorbeugen

Vorbeugung ist immer die beste Behandlung. Die allerdings beginnt lange, bevor es zur Infektion kommt. Hier hat derjenige die besten Chancen verschont zu bleiben, der sich ohnehin verdauungsfreundlich und gesund ernährt. Je gesünder der Darm, desto besser wird er mit den unterschiedlichsten Erregern fertig. Deshalb ist die richtige Ernährung nicht nur wichtig, um schlank und schön zu sein, sondern um seine eigenen Abwehrkräfte zu stärken. Das größte Immunabwehrzentrum unseres Körpers sitzt in unserem Darm. Je schwächer er selber ist, desto länger braucht er um mit Krankheiten fertig zu werden. Das gilt vor allem auch für Erkältungskrankheiten, die ja ebenfalls meistens epidemisch auftreten und reihenweise Menschen außer Gefecht setzen. Dabei ist es gar nicht so schwer, seinem Immunsystem auf die Sprünge zu helfen. Neben den üblichen heimischen Gemüsen, fällt Knoblauch, Ingwer und Zwiebel eine wichtige Rolle zu. Sie wirken leicht antibiotisch, antiviral. Sanieren und schützen den Darm mit ihren diversen drüsenanregenden Inhaltsstoffen auf natürliche Weise. Frisch gegessen wirken sie am besten, aber nicht jeder verträgt sie, weil z.B. Zwiebeln und Knoblauch leicht Blähungen verursachen (ein Tipp: leicht gekocht verliert die Zwiebel ihre blähende Wirkung). Der Ingwer hingegen ist außerordentlich gut verträglich und ist Balsam für den gesamten Verdauungsapparat vom Mund bis zum Enddarm. Am besten plant man diese Gemüse in seinen täglichen Speiseplan ein, sie lassen sich zu allem Möglichen dazu essen. Dann ist der Darm gewappnet, sobald wieder eine neue Krankheitswelle über uns herüberschwappt.




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EHEC und Konsorten

Mediterrane Küche



Autor: admin

2 Kommentare

  1. Ein sehr unangenehmes Thema, bei dem einem schon beim darüber nachdenken übel wird . Ich hatte bislang Glück was Magen-Darm Krankheiten angeht. So richtig übel erwischt hat es mich noch gar nicht. Ich bin relativ hart im Nehmen was Magen-Probleme angeht, vielleicht ist das ja mein Vorteil. Man wünscht es wirklich niemandem und man sollte wirklich einen Arzt aufsuchen, wenn es nicht innerhalb von ein paar Tagen vorbei ist!

  2. Ich esse gerne Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln. Umso mehr freut es mich, dass diese Nahrungsmittel gut für den Darm sind. Knoblauch kommt bei mir stets in die Tomatensauce, aber auch in Reispfannen. Ingwer kann man sich auch einfach mal in ein Glas Wasser reintun. Zwiebeln passen sowieso zu fast allen Gerichten, ausgenommen Süßspeisen . Von besonders starken Magen- und Darmkrankheiten bin ich bislang verschont geblieben.

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