Mit der Sauna fidel und fit

Das Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang, der es dem Körper ermöglicht seine Temperatur konstant zu halten. Auch wenn das Schwitzen nicht unbedingt ein Prozess ist, der gesellschaftsfähig ist, so wäre es gesundheitsgefährdend ihn komplett zu unterdrücken. Dass das Schwitzen während einer fiebrigen Krankheit dazugehört, ist wohl jedem bekannt. Der Schweiß kühlt den erhitzten Körper und treibt ungesunde Stoffe über die Haut nach außen.

Man sollte aber nicht denken, dass ein gesunder Mensch nicht schwitzen muss. Ständig gibt der Körper Flüssigkeit ab. Über die Schleimhäute, die Haut, die Ausscheidungsorgane und über die Atemluft. Das sind je nach Belastung zwischen 2 bis 4 Liter täglich. Dazu kommt noch die Flüssigkeitsabgabe in der Nacht, die ebenfalls 1-2 Liter beträgt.

Seit Jahrtausenden ist das Schwitzen als Gesundheitsbrunnen bekannt und Menschen haben sich diesen täglichen Selbstreinigungsprozess zunutze gemacht, in dem sie Hütten und Höhlen zu Schwitzstuben nutzten. Eine Schwitzstube ist natürlich nichts anderes als eine Sauna.

Regelmäßiges Saunieren trainiert das Herz-Kreislauf-System und stärkt die Immunabwehr. Der Saunagang wirkt blutdruckregulierend, erweitert die Gefäße, „schmiert“ die Schleimhäute des Atmungsapparates und reinigt den Körper dadurch, dass durch die Überhitzung des Körpers der Schweiß aus allen Drüsen getrieben wird.

Wer geht in die Sauna?
Menschen mit Asthma können ihre Krankheit positiv durch das Saunieren beeinflussen, ebenso wirkt sie ausgleichend bei niedrigem oder hohem Blutdruck. Wer gesund ist, kann jederzeit den Saunabesuch angehen. Wer sich allerdings mit einer akuten Krankheit herumschleppt, sollte damit warten, bis sie ausgeheilt ist. Das gilt auch schon für Erkältungen. Anschließend jedoch sorgen regelmäßige Saunagänge dafür, dass der Körper für diese Erkrankungen zum einen weniger anfällig ist, und zum anderen schneller mit ihnen fertig wird, wenn es einen doch noch mal erwischt.

Sauna ist nicht gleich Sauna. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich ein Dampfbad zu gönnen. So kann sowohl die Temperatur, wie auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft beeinflusst als auch die Wirkung der Dämpfe durch heilende und duftende Kräutermischungen oder ätherische Öle verstärkt werden. Dies geschieht durch den sogenannten Aufguss, den in der Regel der Saunameister vornimmt. Auch die Beleuchtung einer Sauna wirkt sich auf Körper und Seele aus, sodass in vielen Saunen zusätzlich mit Lichttherapie gearbeitet wird. Natürlich gehört das Abkühlen des Körpers nach dem Erhitzen dazu, denn genau dieser Wechsel ist es ja, der den Kreislauf in Schwung bringt. Man muss nicht, wie oft erzählt wird, in ein eisiges Becken springen. Eine kalte Abduschung erfüllt ihren Zweck ebenso, und zwar nachdem der Körper vorher an der Luft etwas heruntertemperiert wurde.





Einmal ist kein Mal

Der ganze Prozess ist natürlich eine Herausforderung für den Körper, die ein gesunder Organismus allerdings gut ausgleichen kann und ihn abhärtet. Trotzdem sollte niemand auf die obligatorische Ruhezeit nach dem Saunagang verzichten. Geübte Saunagänger wissen, wie wichtig diese Ruhephase ist, damit sich auch der typische Wohlfühleffekt einstellt. Sobald sich der Körper an das Saunieren gewöhnt hat, geht man dazu über, mehrere Durchgänge nacheinander zu machen.

In die Sauna nimmt man sich wenigstens ein Handtuch mit, auf das man sich setzt oder legt. Dies hat vor allem den Sinn, dass der abfließende Schweiß aufgesogen wird und nicht in die Bänke einzieht. Wer sich scheut nackt zwischen fremden Menschen zu sitzen, der kann sich natürlich auch ein zweites Handtuch mitnehmen.

Oder er lässt sich gleich als Alternative eine Familiensauna zu Hause einbauen. Sie brauchen wenig Platz, können selbst aufgebaut werden, sind relativ preisgünstig und man kann sie mit vertrauten Personen jederzeit nutzen.

Eines allerdings kann die beste Sauna nicht: Sie kann kein Fett schmelzen, auch dann nicht, wenn die Waage kurzfristig einen Gewichtsverlust anzeigt. Es handelt sich dabei lediglich um verlorene Flüssigkeit, die selbstverständlich wieder zugeführt werden muss.

Tigerauge


Entsprechender Artikel auf “Olle Piepen” zum Thema:

Saunabesuch



Autor: admin

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