Versteckte Fette

Den versteckten Fetten auf der Spur

Wer es noch nicht selbst getan hat, mit dem macht Fidel und Fit heute einen kleinen Spaziergang. Natürlich wird es kein gewöhnlicher Spaziergang, sondern einer, der direkt zur schlanken Linie führt. Der Gang durch Küche, Kühlschrank und Vorratsschränke ist unerlässlich, wenn man vermeiden will, dass man ungewollt versteckte Fette und Zucker zu sich nimmt.

Viele industriell angefertigte Nahrungsmittel enthalten überflüssiges Fett und viel zu viel Industriezucker. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Fette sind Geschmacksverstärker, die vom Nahrungsmittel- produzenten ganz gezielt in Produkte eingebracht werden. Das gleiche gilt für Zucker. Industriezucker hat bei regelmäßigem Konsum die Eigenschaft, zum Suchtfaktor zu werden. Das bedeutet, wenn man regelmäßig z. B. Fruchtjoghurts konsumiert, denen zum normalen Fruchtzuckergehalt noch Zucker zugesetzt worden ist, spürt man sehr schnell nicht mehr, dass sowohl Joghurts als auch andere Milchprodukte völlig überzuckert sind. Die Folge ist, dass man nach immer süßeren Sachen sucht. So kann es sein, dass jemand sich als Zwischenmahlzeit einen Joghurt gönnt, in der Annahme, dass er ein kalorienarmes und gesundes Produkt zu sich nimmt, tatsächlich aber steckt in dem kleinen Becherchen fast soviel Energie, wie in einem Mittagessen.
 

Viel besser hat man den Energiegehalt unter Kontrolle, wenn man sich mit wenig Aufwand seinen Fruchtjoghurt selbst anrührt. Dazu eignet sich jeder naturbelassene Joghurt, in den man ein oder zwei Löffel Fruchtmus nach Geschmack einrührt. Es macht also noch nicht einmal wirklich Arbeit und man muss auch nicht teure kalorienreduzierte Milchprodukte kaufen, die wohlmöglich noch mit künstlichen Süßstoffen versetzt sind. Künstliche Süßstoffe sollte man nach Möglichkeit aus gesundheitlichen Gründen ohnehin meiden, wo immer es geht. Sie haben zwar so gut wie keine Kalorien, gaukeln dem Körper aber vor, dass er Zucker bekommt, und veranlasst ihn damit, vermehrt Insulin zur Zuckerverarbeitung auszuschütten. Der Körper wird dadurch mit Hormonen – Insulin ist ja ein Hormon – überschwemmt – die letztlich nicht zum Einsatz kommen.

Es ist nicht allzu schwer, die versteckten Fette und den Zucker ausfindig zu machen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sie in sämtlichen Fertigprodukten enthalten sind. Wer auf „Nummer Sicher“ gehen will, der macht so viel wie möglich selber. Das gilt für Joghurts genauso wie für Quark, Pudding, Kekse oder Kuchen. Einen Grund völlig auf diese Genussmittel zu verzichten gibt es überhaupt nicht. Immer spielt die Zusammensetzung und die Menge die entscheidende Rolle. Sie können beim Käsekauf natürlich darauf achten, dass Sie einen Käse nehmen, dessen Fettanteil in der Trockenmasse möglichst gering ist. Wem diese Käsesorten aber nicht schmecken, der kann einfach dazu übergehen, die Scheiben dünner zu schneiden oder nur noch halb so dick aufs Brot zu streichen. Was Sie auf jeden Fall meiden sollten, sind sämtliche Wurstprodukte. Sie bestehen fast zur Hälfte aus tierischen Fetten. Greifen Sie lieber zu magerem Schinken. Will man ganz konsequent Fette und Zucker aus der Nahrung streichen, bleibt allerdings nicht mehr viel Freude am Essen übrig und über einen längeren Zeitraum riskiert man gesundheitliche Schäden. Für die Aufnahme vieler Vitamine benötigt der Körper unbedingt Fett. Es gilt für eine langsame und gesunde Gewichtsabnahme im Grunde noch immer die alte Regel: FdH von allem.

Was jederzeit in Reichweite stehen sollte, ist ein Obstkorb mit Ihren Lieblingsfrüchten. Die dürfen Sie naschen, wann immer der kleine Hunger kommt. Gewöhnen Sie sich an, zu jedem Essen einen Salat zu nehmen. Für die, die wenig Zeit für die Zubereitung haben, gibt’s es Salat in jedem Discounter mittlerweile frisch und fertig abgepackt. Die Fertigsaucen dazu sollten Sie aber liegen lassen und sich lieber selbst eine herstellen. Die ist schnell gemacht und man kann ruhig eine Menge für jeweils zwei Tage anrühren, die sich im Kühlschrank hält.

Verlegen Sie sich beim Kochen der Hauptmahlzeiten darauf, in Zukunft die große Palette von Kräutern und Gewürzen zu verwenden, um ganz neue Geschmackserlebnisse zu genießen. Für die meisten Gerichte benötigen Sie nicht mehr als einen Teelöffel gutes Pflanzenöl, um sie herzustellen. Durchforsten Sie also Ihren Kühlschrank und verbannen sie alles, was Sie viel besser selber herstellen können. Nur so haben Sie eine sichere Kontrolle über die Zutaten und den Kaloriengehalt. Das mag nach viel Arbeit klingen, ist aber reine Gewohnheitssache und geht Ihnen schon bald blitzschnell von der Hand. Vergessen Sie vor allen Dingen nicht: Von Heute auf Morgen auf alles zu verzichten, was einem lieb und lecker ist, das halten die wenigsten Menschen durch und wenn der Spaß am Essen verloren geht, geht auch die Motivation in den Keller.

Fidel und Fit plädiert deshalb für: Lieber von allem die Hälfte – und von Obst und Gemüse das Doppelte – so bleibt der Spaß am Essen erhalten. Dazu reichlich trinken und täglich zwanzig Minuten Bewegung, die Ihnen Freude macht, dann werden die Pfunde schmelzen.

Tigerauge



 



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2 Antworten zu “Versteckte Fette”

  1. Tobi sagt:

    Das mit dem selbstgemachten Joghurt ist eine sehr gute Idee. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das sehr lecker schmeckt. Auch sollte ich mehr Obst und Gemüse zu mir nehmen. Ich suche allerdings noch ein paar Rezepte, die mir dann auch gut schmecken!

  2. steffi sagt:

    Da sind einige gute Tipps und Infos dabei, vielen dank für den tollen Beitrag! Ich esse schon recht viel gesundes Obst und Gemüse, aber man braucht auch zwischendurch mal etwas richtig Deftiges, einen Burger oder Schokolade.

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Alfred Kues / Tigerauge 2009 Lingen/Broegbern im Emsland