Herpesviren und Fettzellen
Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass Fettzellen durch Viren befallen und in ihrem Verhalten negativ verändert werden
Viren gehören zu den Feinden, deren Bekämpfung mit Medikamenten fast aussichtslos ist. Haben sie einen Körper befallen, kann einzig ein starkes und gesundes Immunsystem sie eindämmen und vernichten. Wobei sie oft nicht ganz vernichtet werden, sondern lediglich stillgelegt. Das heißt Viren ziehen sich in tiefes Gewebe zurück und halten sich untätig versteckt.
Äußere Verletzungen oder seelischer Stress kann sie allerdings jederzeit mobil machen, sodass sie aktiv werden. Werden Viren aktiv, bedeutet das, dass sie sich anderer Zellen bedienen und deren DNA so verändern, dass sie sich im Sinne der Viren verhalten. Viren können sich nicht selbst vermehren. Sie verfügen über die Fähigkeit, andere Zellen „umzuschreiben“, sodass sie die Eigenschaften der Viren übernehmen.
Forscher vermuten Viren als Ursache vieler Krankheiten
Von vielen Krankheiten weiß man inzwischen, dass sie durch Viren ausgelöst werden können. Gemeint sind nicht nur Grippe und Kinderkrankheiten, sondern auch solche, von denen man lange nicht wusste, wie sie entstehen. So zum Beispiel hat man vermehrt Herpesviren in degenerierten Bandscheiben bei Patienten gefunden. Gesunde Bandscheiben dagegen enthielten keine Viren. Auch die Forschung zu Demenz und Alzheimer sieht immer mehr Anzeichen dafür, dass der Auslöser dieser Krankheiten auf Viren zurückzuführen sein könnte. Auch für Parkinson gibt es Hinweise, dass seine Entstehung ausgelöst wurde, durch Viren, die bisher nur für Atemwegserkrankungen verantwortlich eingestuft wurden.
Ganz neu ist, dass auch in Fettzellen übergewichtiger Testpersonen Viren gefunden wurden, während in einer normalgewichtigen Vergleichsgruppe keine Viren zu finden waren. Betroffen war ein Drittel der Übergewichtigen, die an der Studie teilnahmen.
Adenovirus 36 verändert Fettzellen schon im Kindesalter
Die Studienleitung geht bei einem so hohen Anteil davon aus, dass das gefundene Adenovirus 36, die Fettzellen verändert hat. Da Viren normalerweise Zellen aktivieren, damit diese sich schnell vermehren, auch wenn sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr ausführen können, wird jetzt intensiver danach geforscht, ob diese Viren für die Fettleibigkeit mitverantwortlich sein können. Sicher scheint bereits zu sein, dass sie in der Lage sind, Fettzellen schon in der frühen Kindheit zu schnellem Wachstum und Vermehrung anzuregen.
Hoffnung für leidgeprüfte Dicke?
Das ist sicher für viele Menschen, die schwer adipös sind und vergeblich um ein Normalgewicht kämpfen, wieder eine Nachricht die Hoffnung bedeuten könnte. Doch auch hier gilt: gegen Viren gibt es keine sichere Behandlung. Wohl aber kann man sie medikamentös schwächen, so dass der Körper versuchen kann, selbst mit ihnen fertig zu werden.
Viel wirkungsvoller ist natürlich, wenn man auch hier vorbeugt. Es ist nämlich noch nicht geklärt, wie und wann die Viren in den Körper gelangen. So stellt sich auch die Frage, ob erst durch Verletzungen das Eindringen von Viren begünstigt wird und weshalb die Viren offensichtlich nicht bei jedem Menschen die Fettzellen verändern. Ist vielleicht eine genetische Veranlagung der Grund, weshalb diese Viren optimale Bedingungen im Körper finden? Oder haben schlanke Menschen mehr Abwehrkräfte, sodass die Viren nicht so tief eindringen können und vom Abwehrsystem sofort vernichtet werden?
Rein intuitiv würde ich darauf tippen, dass ein schwer übergewichtiger Mensch ein schwächeres Immunsystem hat als ein normalgewichtiger. Wenn alle Organe und Systeme unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen, bleibt das nicht aus. Diverse Krankheiten, die durch dauerhaftes Übergewicht entstehen, schwächen den gesamten Organismus.

Ausgewogene Ernährung und Bewegung stärken das Immunsystem
Ungesunde Nahrung, wertlose Kalorien, übersäuertes Verdauungssystem, das alles bereitet den Boden für Viren und Bakterien, die sich im Darm schneller einfinden, als in einem gesunden Körper, der oft schon beim ersten Angriff von Keimen diese unschädlich machen kann.
Und wieder einmal kommt man zu der Einsicht, dass eine gesunde Ernährung das A und O für einen gesunden, starken und leistungsfähigen Organismus ist. Zu fett, zu süß und zu viel, das bedeutet immer eine Schwächung des Verdauungssystems. Und genau dort liegt das wichtigste und größte Abwehrzentrum in unserem Körper.
Schlank und schön ist ein Schritt zur Gesundheit
Gegen Viren können wir nicht viel tun, wohl aber für eine starke Abwehr. Und die wächst mit der richtigen Ernährung und einem gesunden Maß an Bewegung stetig. Auch die Besinnung auf das Zumischen von Kräutern, die viel mehr Gesundstoffe und antivirale wie auch antibakterielle und pilzhemmende Substanzen enthalten, als wir heute wissen, kommt der Immunabwehr und der Verdauung zugute.
Übrigens: Wer Probleme mit seiner Haut hat, sei sie zu fettig, zu trocken oder blass und grau: Auch hier ist die Haut ein Spiegel des Zustandes des Verdauungssystems. Ein gesunder Darm sorgt für gut ernährte und gesunde Haut und gesundes Aussehen.
Tigerauge
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Dieser Artikel zeigt wieder mal auf, dass man sich nicht nur wohler fühlt, wenn man schlank ist, bzw. Normalgewicht hat, sondern dass man auch wesentlich gesünder lebt. Ich selbst habe immer wieder mit überflüssigen Pfunden zu kämpfen, versuche aber mit Sport und entsprechend ausgewogener Ernährung etwas für meinen Körper und gezielt auch für meine Gesundheit zu tun. Übrigens: dieses Viren-Bildchen im Beitrag gef#llt mir sehr gut, das ist richtig klasse